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Urlaub auf Euböa

Euböa (die Griechen nennen sie Evia) ist bislang ein wahrer Geheimtipp unter den griechischen Inseln. An der Größe kann es nicht liegen, denn nach Kreta ist Euböa mit 3.660 Quadratmetern Größe, die zweitgrößte Insel von Griechenland. Sie liegt in der westlichen Ägäis. Es gibt dort eine Menge Berge und steile Küsten, und mindestens genauso viele einsame Buchten und malerischen kleine Dörfer. Die Inselhauptstadt Chalkida hat knapp über 100.000 Einwohner. Das macht die Hälfte der Gesamtbevölkerung der Insel aus, und so bildet Chalkida das wirtschaftliche und gesellschaftliche Zentrum Euböas. Touristen aus dem Ausland kommen bisher eher selten auf die Insel: in erster Linie wird sie von Griechen besucht, die oftmals als Tagestouristen unterwegs sind. Doch genau das, die Ruhe und Abgeschiedenheit noch ursprünglicher Flecken, macht den Reiz Euböas aus.

Wann ist die beste Reisezeit für Euböa?

Euböa ist ideal für Badeurlaube und sportliche Aktivitäten wie Wanderungen oder Radtouren. Besonders in den Monaten Mai bis Oktober fällt auf der Insel kaum Regen und die Temperaturen sind angenehm warm, aber nicht zu heiß. Meist pendeln sie sich knapp unter der 30-Grad-Marke ein. Beste Reisezeit also! Von November bis April hingegen fällt oft viel Regen. Die Temperaturen liegen dann tagsüber zwischen zehn und 18 Grad.

Wie reist man am besten nach Euböa?

Euböa ist zwar eine Insel, doch sie liegt sehr nahe am Festland und ist somit über zwei, mit dem Auto befahrbare, Brücken mit dem Festland verbunden. Eine der beiden Brücken führt über den Euripos, die schmalste Meerenge der Welt, die lediglich 40 Meter misst. Touristen aus dem deutschsprachigen Raum fliegen am besten zunächst nach Athen. Der Flughafen Athen wird von sehr vielen Flughäfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz direkt angeflogen. Oft sogar mehrmals täglich. Weiter geht es entweder mit dem Mietwagen oder dem Schnellbus in die Inselhauptstadt Chalkida, die in etwa eine Stunde Fahrtzeit von Athen entfernt liegt. Auf Euböa selbst ist das öffentliche Busnetz sehr gut ausgebaut. Man gelangt mit dem Bus auch in die entlegensten Dörfer. Allerdings fahren die Busse in die ganz kleinen Orte nicht allzu häufig. Alternativ bieten sich hierfür ein Mietwagen oder ein Taxi an. Taxis sind in Griechenland vergleichsweise günstig und somit eine echte Alternative.

Je nachdem wohin genau auf Euböa man reisen möchte, kann es auch günstiger sein von Athen aus mit der Fähre anzureisen. Chalkida liegt ein gutes Stück nordöstlich von Athen, etwa in der Mitte der mit 175 Kilometern Länge sehr langgestreckten Insel. Wen es eher in den Süden Euböas zieht, spart eine Menge Zeit, wenn der Athener Fährhafen "Rafina" zur direkten Überfahrt angesteuert wird. Besonders für Personen, die mit dem Flugzeug anreisen ist dies eine gute Alternative, da der Fährhafen "Rafina" ganz in der Nähe des Flughafens gelegen ist.

Die Inselhauptstadt Chalkida und ihre Sehenswürdigkeiten

In Chalkida ging es schon immer multikulturell zu. Deshalb darf für alle, die sich für Geschichte interessieren, ein ausführlicher Stadtrundgang nicht fehlen. Bereits seit 411 vor Christus war die Insel Euböa über eine Brücke mit dem Festland verbunden. So wuchs Chalkida zu einem Handelszentrum heran. Der ehemalige Reichtum der Händler zeigt sich noch heute in der Architektur der Stadtbauten. Weiterhin stand die Stadt so von jeher unter dem Einfluss unterschiedlichster Volksgruppen, die den Ort passierten. Die Synagoge aus dem Jahr 1855 ist noch heute das Zentrum einer lebendigen jüdischen Gemeinde. Dort werden Konzerte und Ausstellungen organisiert. Nebenan gibt es einen verwunschenen jüdischen Friedhof. Zudem gab es in der Stadt früher nicht weniger als elf Moscheen, von denen bis heute nur die Emir Zade-Moschee erhalten geblieben ist. Das dort untergebrachte Museum zeigt byzantinische Mosaike und Keramiken des 15. Jahrhunderts. Befestigt wurde die Stadt von der Karababa. Von der Festungsanlage selbst ist leider nicht mehr viel zu sehen. Innerhalb der ehemaligen Festungsmauern aber liegt das Volkskundemuseum Chalkida, das über die Inselgeschichte und das dortige Leben in früheren Zeiten informiert.

Die Sehenswürdigkeiten der Insel Euböa

Einige Kilometer süd-westlich der Hauptstadt gelegen befindet sich das Archäologische Museum von Eretria. Die Stadt Eretria war in der Antike noch ähnlich bedeutend wie Chalkida, musste in der Folge neben dem großen Nachbarn aber immer mehr zurückstecken. Archäologisch jedoch ist die Gegend höchst interessant. Das dort beheimatete Archäologische Museum zeigt Funde aus der Zeit des noch großen Eretria, beginnend mit dem späten Neolithikum. Die Ausstellung ist sehr umfassend, weshalb genügend Zeit für den Besuch eingeplant werden sollte.

Nördlich von Eretria können Touristen die Ausgrabungsstätte Manika besuchen. Zu sehen gibt es Überreste antiker Gebäude und Straßenzüge sowie eine reiche Sammlung von Alltagsgegenständen aus unterschiedlichen Zeitaltern. Reste eines Friedhofes aus der frühen Bronzezeit bilden das Highlight von Manika.

Wieder in der Neuzeit, landen Besucher im Fischerdorf Limni. Hier kann den Einheimischen an der vorgelagerten tiefblauen Bucht der frisch gefangene Fisch abgekauft werden. Ein Ortsrundgang besticht durch ein unverfälschtes Dorfidyll, wie es typisch für griechische Inseln ist.

Naturschönheiten und Aktivitäten auf Euböa

Die Insel besticht neben ihrem kulturellen Erbe vor allem durch ihre ursprünglich gebliebene Natur. Im Zentrum Euböas erhebt sich mit 1.743 Metern das Dirfys-Massiv, das höchste Gebirge der Insel. Es ist besonders steil und stark zerklüftet. Naturliebhaber haben hier die Möglichkeit auf ihren Wanderungen eine ganze Reihe geschützter Tier- und Pflanzenarten zu erleben. Ambitionierte Bergsteiger und Kletterer finden hier Routen mit hohen Schwierigkeitsgraden sowie Berghütten, in denen sich übernachten lässt. Die Insel lädt so zu Mehrtagestouren ein.

Auch um den Dirfys herum finden sich, über die gesamte Insel verteilt, zahlreiche gut ausgeschilderte Wander- und Mountainbikerouten, die alleine oder in geführten Gruppen bewältigt werden können. Wer die Kalderimia-Wanderwege wählt, passiert die sogenannten Drachenhäuser. Ein gigantischer antiker Steinbruch, in dem der berühmte grüne Marmor von Karystos abgebaut wird. Ansonsten führen die Wege durch viele kleine Bergdörfer und vorbei an bewohnten und auch nicht mehr bewohnten Klöstern, die auf Euböa mehr als zahlreich erbaut wurden.

Badeurlauber kommen ebenso auf der ganzen Insel auf ihre Kosten. Der Norden Euböas ist bekannt für seine sehr feinen Sandstrände. Marmari im Süden hingegen besticht durch einen tief gelben Strand, der in seiner Farbintensität einzigartig ist. Wer nahe Chiliadou baden geht, kann zu einer Höhle, die im Meer gelegen ist schwimmen.

Wie ist die Küche auf Euböa?

Wer viel entdeckt bekommt irgendwann Hunger. Auf Euböa kann der in einer ganzen Reihe herrlich gelegener Tavernen mit Blick auf das Meer gestillt werden. Wie auf allen Inseln steht auch hier Fisch ganz oben auf der Speisekarte. Besonders gerne essen die Menschen auf Euböa Tintenfisch: egal ob mit Tomaten und anderem Gemüse im Ganzen gekocht, oder mit Knoblauch und Öl gegrillt. Auch Meeresfrüchte und Seeigel kommen oft auf den Tisch. Genauso wie Lamm. Da die Bergwelt Euböas reicht an Wildkräutern ist, bieten Oregano, Basilikum, Thymian, Kamille, Koriander, Salbei oder Minze die entsprechende Würze für die frischen Speisen. Knoblauch fehlt so gut wie nie. Getrunken wird zum Essen, neben Rotwein, oftmals auch Bier. Starker schwarzer Kaffee mit viel Zucker gehört nach jeder Mahlzeit zum Ritual. Die Restaurantpreise sind auf Euböa übrigens um einiges günstiger, als auf dem Festland, da die Insel derzeit noch hauptsächlich von Einheimischen besucht wird.

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