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Dionysostheater in Athen

Das Dionysostheater in Athen gilt als eines der ältesten Theater der Welt und als Geburtsstätte des europäischen Dramas. Es liegt am Südhang der Akropolis und entstand ab dem 6. Jahrhundert v. Chr. Hier wurden während der Dionysien Tragödien und Komödien von Aischylos, Sophokles, Euripides und Aristophanes aufgeführt. Der heute sichtbare steinerne Ausbau stammt überwiegend aus dem 4. Jahrhundert v. Chr.

Im antiken Athen erfüllt festliche Vorfreude die Luft. Die Sonne glüht über der Akropolis, und die Straßen sind belebt mit Menschen, die sich zum prächtigen Dionysostheater bewegen. In den Hang des Akropolis-Hügels geschmiegt, eröffnet sich das Theater des Dionysos. Umgeben von Tausenden von Zuschauern, ist die elektrisierende Energie der Menge spürbar. Die Trommeln beginnen zu schlagen, und die kraftvollen Stimmen des Chors erzählen Geschichten von Göttern und Helden. Jeder Satz des Schauspielers, der auf die Bühne tritt, scheint durch die Jahrhunderte zu sprechen. Willkommen im Dionysostheater, dem Herzstück des antiken Dramas, wo die Macht der Worte und die Magie des Theaters eins werden. Tauche ein, in eine Welt des Dramas und Theaters!

Steckbrief

Steckbrief: Dionysostheater
Name Dionysostheater (Theater des Dionysos Eleuthereus)
Ort Athen, Griechenland
Lage Am südlichen Hang der Akropolis von Athen
Erbaut Im 6. Jahrhundert v. Chr., erweitert und umgebaut im 4. Jahrhundert v. Chr.
Kapazität Bis zu ca. 17.000 Zuschauer
Materialien Ursprünglich Holz, später Kalkstein und Marmor
Verwendungszweck
  • Ursprünglich für religiöse Feste zu Ehren des Gottes Dionysos
  • Aufführungen von Tragödien und Komödien
  • Austragungsort der Dionysien, einem wichtigen Fest zu Ehren des Dionysos
Bedeutung
  • Das älteste Theater der Welt und gilt als Geburtsstätte des europäischen Theaters
  • Bedeutender kultureller und sozialer Treffpunkt im antiken Griechenland
  • Aufführungsort für Werke berühmter Dramatiker wie Sophokles, Euripides und Aristophanes
Bestandteile
  • Orchestra: Kreisrunde Fläche, auf der der Chor agierte
  • Skene: Bühnengebäude, das als Kulisse diente
  • Koilon: Sitzbereich für Zuschauer, in den natürlichen Hang der Akropolis gebaut
Heutiger Zustand
  • Ruine, aber teilweise restauriert
  • Beliebte Touristenattraktion und kulturelles Erbe
  • Teil der Sehenswürdigkeit Akropolis

Wo befindet sich das Dionysostheater?

Das Dionysostheater liegt am Südhang der Akropolis in Athen, unmittelbar unter dem Felsplateau mit Parthenon und Erechtheion. Die Erbauer nutzten die natürliche Mulde des Hangs, sodass der Fels selbst einen großen Teil der Sitzreihen trägt. Das Publikum saß mit dem Rücken zur Burg und blickte über die Orchestra hinweg nach Süden auf die Stadtebene, bei klarer Sicht bis zum Saronischen Golf.

Zur Akropolis gehört das Theater als Teil der Bauten am Südhang, die der Peripatos verbindet, die antike Ringstraße um den Burgfelsen. Westlich schließen die Stoa des Eumenes und das Odeon des Herodes Atticus an, oberhalb liegt das Asklepieion. Der Südhang hat einen eigenen Eingang an der Fußgängerzone Dionysiou Areopagitou und ist im Kombiticket der Akropolis enthalten.

Direkt unterhalb der Zuschauerränge beginnt das Heiligtum des Dionysos Eleuthereus, aus dessen Kult das Theater hervorging. Erhalten sind die Fundamente zweier Tempel; im jüngeren stand die Gold-Elfenbein-Statue des Gottes. Zu den Großen Dionysien im Frühjahr trug man das Kultbild aus dem Heiligtum hinauf ins Theater, wo es während der Aufführungen in der Orchestra stand.

Besuch des Dionysostheater

Das Theater liegt im Grabungsgelände am Südhang, nur wenige Schritte hinter dem Eingang an der Dionysiou Areopagitou. Dieser Eingang eignet sich für einen Besuch am besten, denn von der Metrostation Akropoli sind es ein paar Hundert Meter, und der Weg zum Theater ist kurz. Wer vom Akropolis-Plateau kommt, geht am Asklepieion und am Odeon des Herodes Atticus vorbei bergab; Südhang und Gipfelgelände hängen zusammen, ein zweites Ticket braucht es dafür nicht.

Für das Theater selbst reichen 20 bis 30 Minuten, für den gesamten Südhang mit Odeon, Asklepieion und Stoa des Eumenes ungefähr eine Stunde. Mit dem Plateau oben und dem Akropolismuseum wird daraus ein halber bis ganzer Tag. Bewährt hat sich die Reihenfolge Südhang, Akropolis, Museum: Die Fundstücke aus dem Theater sieht man dann, nachdem man den Ort kennt.

Antike trifft auf Moderne: Das Dionysostheater von oben von der Akropolis und im Hintergrund des Theaters das Akropolismuseum
Antike trifft auf Moderne: Das Dionysostheater von oben von der Akropolis und im Hintergrund des Theaters das Akropolismuseum

Zur Barrierefreiheit: Der Bereich um den Südhang-Eingang ist weitgehend eben, weiter oben werden die Wege steil, uneben und stufenreich. Auf das Akropolis-Plateau führt ein Aufzug an der Nordseite, das Akropolismuseum ist mit Aufzügen durchgehend zugänglich.

Das Ticket für die Akropolis schließt den Südhang und damit das Dionysostheater ein; das Museum wird separat bezahlt. Für die Akropolis werden Zeitfenster vergeben, eine Onlinebuchung vorab spart Wartezeit. Preise, Öffnungszeiten und Buchungsregeln ändern sich regelmäßig und saisonal, deshalb lohnt sich kurz vor der Reise ein Blick auf die offiziellen Seiten der griechischen Denkmalverwaltung und des Akropolismuseums.

Verwechslungsgefahr! Dionysostheater oder Odeon des Herodes Atticus?

Aufgrund der Entfernung gibt es bei Athen-Besucher regelmäßig die Verwechslung des Dionysostheaters mit dem Odeon des Herodes Atticus. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass man bei all der Geschichte des Dionysostheater sich dennoch mehr wünscht als nur Ruinen. Hier passt das Odeon des Herodes Atticus gut ins gewünschte(?) Bild, schließlich ist dieses Bauwerk sehr gut erhalten und es finden dort sogar noch Konzerte statt. Deshalb sollte man auf jeden Fall vor Ort aufpassen, dass einem nicht selbst diese Verwechslungsgefahr trifft.

Dionysostheater und Odeon des Herodes Atticus liegen nah beieinander und werden häufig von Athen-Besucher verwechselt
Dionysostheater und Odeon des Herodes Atticus liegen nah beieinander und werden häufig von Athen-Besucher verwechselt

Beide liegen zudem nämlich in unmittelbarer Nähe am Südhang, nur rund 250 Meter voneinander entfernt, verbunden durch die Reste der Stoa des Eumenes. Wer von der Akropolis herunterblickt, sieht zuerst das Odeon im Westen: die steile, gut erhaltene Halbrundung aus grauem Kalkstein mit der hohen Bühnenwand. Herodes Atticus ließ es um 161 n. Chr. zum Gedenken an seine Frau Regilla bauen, für etwa 5.000 Zuhörer; in den 1950er Jahren wurde es wiederhergestellt und dient heute als Konzertbühne des Athener Festivals.

chtung Verwechslungsgefahr! Das ist NICHT das Dionysostheater, sondern das deon des Herodes Atticus
Achtung Verwechslungsgefahr! Das ist NICHT das Dionysostheater, sondern das deon des Herodes Atticus

Das Dionysostheater liegt aber weiter östlich und ist deutlich älter, größer und ruinöser. Hier wurden die Stücke von Aischylos, Sophokles, Euripides und Aristophanes uraufgeführt. Erhalten sind die untersten Sitzreihen mit den Marmorthronen, die Orchestra und die Fundamente der Bühne, während die oberen Ränge fehlen. Aufführungen finden dort nicht statt.

Dionysostheater Odeon des Herodes Atticus
Epoche griechische Antike römische Kaiserzeit
Lage Südhang Akropolis Südwesthang Akropolis
Zweck Drama/Dionysien Musik/Aufführungen
Kapazität ca. 17.000 ca. 5.000
Nutzung heute archäologische Stätte Veranstaltungen

Dionysien: Wie im Dionysostheater das europäische Drama entstand

Doch warum ist das Dionysostheater überhaupt so besonders? Zu aller erst einmal verdankt das Dionysostheater seine Existenz einem Fest. Unterhalb der Zuschauerränge liegt das Heiligtum des Dionysos Eleuthereus, und was auf dem Hang darüber gespielt wurde, gehörte zu seinem Kult. Zu den Großen Dionysien im Frühjahr zog eine Prozession durch die Stadt, man opferte im Heiligtum und trug das Kultbild des Gottes hinauf in die Orchestra, wo es den Aufführungen zusah. So entstand durch die Dionysien und dem Dionysostheater als Austragungsort das uns noch heute bekannte Theater. Schritt für Schritt entwickelte dieses sich aus seinen antiken Wurzeln.

Auf der runden Tanzfläche sangen und tanzten fünfzig Männer den Dithyrambos, ein Chorlied auf Dionysos, und rings darum stieg der Hang mit den Zuschauern an. Als der Überlieferung nach Thespis im 6. Jahrhundert v. Chr. einen Sprecher aus dem Chor löste, der dem Chorführer antwortete, wurde aus dem Kultlied die Tragödie. Aischylos stellte diesem Sprecher einen zweiten Schauspieler zur Seite, Sophokles einen dritten. Mit jedem Schritt verlagerte sich das Gewicht vom Chor zum Dialog, und am Rand der Orchestra entstand ein Bühnenhaus, vor dem gespielt wurde.

Seit 486 v. Chr. gehörte auch die Komödie zum Programm der Dionysien. Aristophanes verspottete hier Politiker und Feldherren, die wenige Meter entfernt auf den Ehrenplätzen der ersten Reihe saßen.

Gespielt wurde im Wettbewerb. Wohlhabende Bürger finanzierten als Choregen die Chöre, eine ausgeloste Jury vergab die Preise, und jeder Tragiker trat mit drei Tragödien und einem Satyrspiel an einem Tag an. Die Stücke von Aischylos, Sophokles, Euripides und Aristophanes, die bis heute in Europa gespielt werden, kamen an diesem Hang zum ersten Mal vor Publikum.

Wer und wann wurde das Dionysostheater gebaut?

Das Dionysostheater in Athen wurde im 6. Jahrhundert v. Chr. während der Herrschaft des Tyrannen Peisistratos und seiner Söhne errichtet, um den Gott Dionysos zu ehren. Die genauen Architekten und Bauleiter sind nicht bekannt, aber es wird angenommen, dass es im Rahmen von Peisistratos' Bemühungen entstanden ist, die kulturelle und religiöse Bedeutung Athens zu stärken.

Das Dionysostheater liegt zu den Füßen der Akropolis
Das Dionysostheater liegt zu den Füßen der Akropolis

Das Theater wurde über die Jahrhunderte hinweg mehrfach umgebaut und erweitert, bis es seine endgültige Form erhielt und erst zum Theater wurde und so Platz für bis zu 17.000 Zuschauer bot. Die kontinuierliche Entwicklung des Theaters spiegelt die wachsende Bedeutung des Dramas und der Theaterkultur in der athenischen Gesellschaft wider.

Aufbau und Architektur

Insgesamt verfügte das Dionysostheater über 78 Sitzreihen und bot Platz für 17.000 Zuschauer. Die Sitzplätze waren in einem Halbkreis angeordnet (sogenannter Koilon / römisch Cavea), wobei die Zuschauer mit dem Rücken zur Akropolis saßen. Die vorderen Sitzreihen, die aus 67 Marmorsitzen bestanden, waren besonderen Würdenträgern vorbehalten.

Ehrensitze im Theater in der ersten Reihe waren für besonderen Würdenträgern vorbehalten
Ehrensitze im Theater in der ersten Reihe waren für besonderen Würdenträgern vorbehalten

In der Mitte dieser “VIP”-Plätze befand sich ein größerer, dem Priester des Dionysos vorbehaltener “Thron”. Durch seine prominente und zentrale Platzierung kam es auch vor, dass der Sitz des Priesters ganz direkt in Komödien mit einbezogen wurde. So soll in Aristophanes Stück “Die Frösche” der feige Bühnen-Dionysos in seiner Bedrängnis direkt zum eigenen Priester gegangen sein, um dort um Beistand angefleht zu haben:

Dionysos: Wo soll ich hin?
Xanthias: Und ich?
Dionysos geht auf den Dionysospriester zu, der vorn auf seinem Ehrenplatz unter den Zuschauern sitzt, und versteckt sich hinter ihm
Dionysos: Mein Priester, hilf! Wir zechen dann zusammen!

Quelle: Aristophanes - Die Frösche

Ursprünglich bestand das Dionysostheater aus Holz, wobei die Besucher am natürlichen Hang saßen. Erst 410 v. Chr. konnte man sich auf hölzerne Sitzreihen niederlassen. Im Mittelpunkt des Theaters, um den die Zuschauer in einem Halbkreis saßen, war zum einen die Orchestra, eine um den Altar des griechischen Gottes Dionysos angelegte Fläche für kultische Tänze und Gesänge wo der Chor auftrat, der Proskenion, die Bühen wo die Schauspieler auftraten, sowie eine Skene, eine am Rand der Orchestra errichtete Hütte aus Holz. Die Skene diente als Träger für die Bühnenbilder oder sie soll auch Ankleideräume beherbergt haben.

So könnte das ursprüngliche hölzene Dionysostheater ausgesehen haben - Nachbildung aus dem Computerspiel Assassin’s Creed Odyssey
So könnte das ursprüngliche hölzene Dionysostheater ausgesehen haben - Nachbildung aus dem Computerspiel Assassin’s Creed Odyssey

Ob der Altar wirklich immer in der Mitte der Orchestra stand, wird von manchen Archäologen bezweifelt. Für sie könnte der Altar auch an der Seite der Orchestra platziert worden sein oder es könnte auch sein, dass er keine permanente Einrichtung gewesen wäre. Neben seinem rituellen Zweck, konnte der Altar auch als Requisit im Schauspiel gedient haben, z.B. als Argamemnons Sarg in "Choephoren von Aischylos.

Das Wort "Skene" bedeutet "Zelt" oder "Hütte", was darauf hindeutet, dass es zu Beginn noch aus keiner festen Konstruktion bestand. Im Laufe der Zeit erfuhr die Skene dann zahlreiche Veränderungen in Form und Material. Die Skene wurde an beiden Seiten von je einem "Paraskenion" flankiert und etwas später fügte man eine Vorbühne mit der Bezeichnung "Proskenion" hinzu.

In der Zeit um 330 v. Chr. wurde aus dem hölzernen Bauwerk der steinerne Bau, den man heute noch teilweise bewundern kann. So wurden die hölzernen Sitze durch steinerne ersetzt, die Orchestra wurde in Marmor gefasst und auch das Bühnengebäude wurde durch ein steinernes ersetzt.

Historische Rekonstruktion des Dionysostheaters in römischer Zeit mit den verschiedenen Theater-Bestandteile als Anmerkung
Historische Rekonstruktion des Dionysostheaters in römischer Zeit mit den verschiedenen Theater-Bestandteile als Anmerkung

Ausgrabung

Nachdem das Dionysostheater im Jahr 86 v. Chr. durch den römischen Feldherrn Sulla stark beschädigt und schließlich beim Einfall der Heruler im 3. Jh. n. Chr. komplett zerstört wurde, dauerte es mehrere Jahrhunderte, ehe das Bauwerk wieder in Erscheinung trat. Bei Ausgrabungen am Fuße der Akropolis im Jahr 1862 entdeckten Heinrich Strack, Ernst Curtius und Karl Bötticher Reste des Dionysostheaters. Beauftragt durch die Athener Archäologischen Gesellschaft, die sich der Ausgrabung des Dionysostheaters verschrieben hat, begann Ernst Ziller, deutsch-griechischer Architekt, Bauforscher und Archäologe,die gefundenen Reste des Theaters aufzunehmen und zu skizzieren. Er erstellte ein Lageplan, präzise Grundrisse und auch einzelne Bestandteile des Theaters, wie beispielsweise des Throns des Dionysospriesters.

Thron des Dionysospriesters nach einer Zeichnung von Ernst Ziller
Thron des Dionysospriesters nach einer Zeichnung von Ernst Ziller

Es folgten weitere Ausgrabungen im Zeitraum 1974–79 unter der Leitung des Archäologen Wolfgang W. Wurster. In den letzten Jahren haben griechische Archäologen wieder die Leitung der Ausgrabungen aufgenommen.

Häufige Fragen

Nachfolgend findet man noch ein paar Fragen die häufig rund um das Dionysostheater gestellt werden, mitsamt den Antworten darauf.

Ist das Dionysostheater das älteste Theater der Welt?

Es gilt als das älteste bekannte Theater Europas und als Geburtsort des abendländischen Dramas, weil hier die Tragödie als Form entstand. Ein gesichertes „ältestes Theater der Welt“ lässt sich daraus nicht machen: Ältere Kultplätze mit Tanz und Zuschauerraum sind anderswo bezeugt, und die frühen Athener Aufführungen fanden auf Holzgerüsten statt. Sicher ist der Rang des Ortes für die Textgattung, nicht das Baudatum.

Wann wurde das Dionysostheater gebaut?

Der Ursprung liegt im 6. Jahrhundert v. Chr., als am Südhang zunächst mit Holztribünen und einer ebenen Tanzfläche gespielt wurde. Danach folgten mehrere Bauphasen. Der steinerne Ausbau mit Sitzreihen, fester Bühne und den Marmorthronen der Ehrenplätze entstand im 4. Jahrhundert v. Chr. In römischer Zeit kamen weitere Umbauten hinzu, unter anderem an Orchestra und Bühnenfront. Was heute zu sehen ist, stammt also aus verschiedenen Jahrhunderten.

Wer baute das Dionysostheater?

Ein einzelner Architekt ist nicht überliefert. Das Theater wuchs über Generationen, getragen von der Stadt und den Kultbeamten des Dionysosheiligtums. Den entscheidenden steinernen Ausbau in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts v. Chr. verbindet die Forschung mit dem Politiker Lykurg, der als Finanzverwalter Athens ein umfangreiches Bauprogramm durchsetzte. Auf ihn geht auch die Sammlung verbindlicher Textfassungen der großen Tragiker zurück.

Was wurde im Dionysostheater aufgeführt?

Tragödien, Komödien und Satyrspiele, gezeigt im Wettbewerb während der Großen Dionysien im Frühjahr und der Lenäen im Winter. Jeder Tragiker trat mit drei Tragödien und einem Satyrspiel an einem Tag an. Hier wurden Stücke von Aischylos, Sophokles, Euripides und Aristophanes uraufgeführt. Daneben diente das Theater für Ehrungen, Beschlüsse und gelegentlich für Versammlungen.

Quellen

Weitere Bauwerke der Akropolis

Falls du dich für weitere Bauwerke der Akropolis interessierst, findest du nachfolgend die Verlinkungen zu den entsprechenden Detailseiten:

Erechtheion

Erechtheion
Das Erechtheion wurde zwischen 421 und 406 v. Chr. erbaut und ist bekannt für seine asymmetrische Struktur und die Korenhalle. Der Tempel war verschiedenen Gottheiten gewidmet, darunter Athena und Poseidon, und diente als Heiligtum für mythische Helden wie Erechtheus und Kekrops.

Odeon des Herodes Atticus

Odeon des Herodes Atticus
Das Odeon des Herodes Atticus ist ein steinernes Theater auf der Südwestseite der Akropolis in Athen, das von Herodes Atticus zu Ehren seiner Frau Regilla erbaut wurde. Es bietet Platz für etwa 5.000 Zuschauer und wird noch heute für Konzerte und Aufführungen genutzt.

Parthenon

Parthenon
Der Parthenon ist ein dorischer Tempel auf der Akropolis, der zu Ehren der Göttin Athena Parthenos erbaut wurde. Er gilt als Meisterwerk der antiken griechischen Architektur und ist bekannt für seine harmonischen Proportionen und die detailreichen Skulpturen, die einst das Gebäude schmückten.

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