Urlaub in Griechenland - Reisen ins Land der Götter

Kos

Kos ist nach Rhodos und Karpathos mit 290 km² und etwa 22000 Einwohnern die drittgrößte Insel des Dodekanes, einer Inselgruppe in der östlichen Ägäis. Lebten die Einwohner früher fast ausschließlich von der Tierhaltung, der Fischerei und Landwirtschaft, ist der Hauptwirtschaftszweig heute der Tourismus. Es gibt moderne Ferienhäuser, Hotels und die Kos Marina als Anlaufpunkt für private Segler und Motoryachten. Sie ist eine der wenigen Marinas in Griechenland und Stützpunkt großer Yachtcharterfirmen. Für die feierwütigen Touristen gibt es zudem Bars, jede Menge Restaurants und Diskotheken. Damit und wegen ihrer Naturschönheit gehört sie zu den beliebtesten Urlaubszielen der Deutschen in Griechenland. Sie ist nicht nur geeignet für den Pauschalurlauber, sondern auch für Kulturinteressierte.

Auf der Insel herrscht ein heißes und trockenes Klima, aber die Böden sind fruchtbar und die Vegetation daher sehr dicht. Mai, Juni und September sind als Reisezeit ideal. Juli und August dagegen sind heiß mit über 30 Grad, auch wenn der inseleigene starke Wind „Meltemi“ ab und an für Abkühlung und Erfrischung sorgt. Zwar ist es am Tag warm, doch kühlt es an den Abenden ab, so dass warme Kleidung Pflicht im Gepäck sein sollte.

Kos gleichnamige Hauptstadt ist kulturelles, wirtschaftliches und verwaltungstechnisches Zentrum der Insel und befindet sich im Nordosten in einer flachen und offenen Bucht. Wer durch die Stadt spaziert, erlebt eine tausendjährige Geschichte unterschiedlichster Völker, die die Stadt nachhaltig geprägt haben. So gibt es nach wie vor Ruinen griechischer und römischer Bauten oder Festungsbauten aus der Zeit der Johanniter und Venezianer zu betrachten. Daneben gibt es Häuserfluchten und ein ausgeklügeltes Straßennetz. Prachtvoll angelegte Plätze und großzügige Asphaltstraßen sind die Folge eines sorgfältig erstellten Bauplans.

Neben der Stadt Kos erstrecken sich malerische Dörfer und weite Buchten mit klarem Wasser über die Insel. Die weißen langen Sandstrände von Tigako und Marmari, die zu den schönsten in Griechenland gehören, komplettieren das Bild.

Alle Historiker und die, die sich für archäologische Stätten interessieren, sollten unbedingt einen Blick auf das nur 4 km außerhalb von Kos-Stadt gelegene Asklepieion (soetwas wie ein "heiliges Krankenhaus") werfen, der mit Abstand bedeutendsten archäologischen Stätte der Insel, die etwa 100 m über dem Meeresspiegel auf einem von Zypressen bewaldeten Hügel liegt und deren Ausblick auf die Küste Kleinasiens fällt. Die Wiederherstellung des Asklepieion von Kos, das im 20. Jahrhundert vom deutschen Archäologen Rudolf Herzog entdeckt wurde, wurde von italienischen Archäologen vor allem auf der römischen Seite durchgefühlt. Es unterteilt sich in mehrere Terrassen, die an einem Hang liegen, über drei Ebenen, die durch marmorne Freitreppen miteinander verbunden sind.


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