Urlaub in Griechenland - Reisen ins Land der Götter

Essen und Trinken in Griechenland

Aufgrund der geografischen Lage werden die kulinarischen Genüsse von Griechenland der mediterranen Küche zugeordnet. Typisch für solch eine Mittelmeerküche sind unter anderem die Grundelemente Knoblauch, Oliven und Gemüse, was sich auch voll und ganz in der griechischen Küche niederschlägt.

Hinsichtlich des Ursprungs dieser kulinarischen Richtung liegen noch immer einige Unklarheiten vor. Historiker sehen die Anfänge der griechischen Küche in einem direkten Zusammenhang mit der türkischen Kochkunst, was auf die Türkenherrschaft der vergangenen Jahrhunderte zurückzuführen ist. In Griechenland wird dieser These aber gerne widersprochen, indem man behauptet, die Küche sei rein griechischer Herkunft. Doch diese Meinung resultiert vermutlich weniger aus Tatsachen und ist eher auf den Nationalstolz zurückzuführen. Schließlich ist noch immer ein angespanntes Verhältnis zu den Türken vorhanden, was abgesehen von der jahrhundertelangen Herrschaft auch mit der türkischen Invasion auf Zypern zu begründen ist. Bei Betrachtung der Tatsachen wird einem jedenfalls schnell bewusst, dass der Zusammenhang zur türkischen Küche unübersehbar ist. Dies zeigt sich alleine schon bei einem Blick auf die Speisekarte. Die Bezeichnungen zahlreicher Gerichte sind nämlich von den türkischen Begriffen abgeleitet. Köfte stammt zum Beispiel von Keftedes ab, Börek von Boureki und Tarhana von Trachanas. Darüber hinaus gibt es auch noch allseits bekannte Gerichte wie Mousakas, die in Griechenland und der Türkei sogar unter der gleichen Bezeichnung laufen. Somit ist der Zusammenhang zwischen den beiden Landesküchen unbestreitbar, was die These der Historiker unterstützt.

Aber auch wenn der Ursprung in der türkischen Küche zu finden ist, dürfen die Griechen ihre Landesküche mit voller Stolz betrachten. Denn in aller Welt genießen die kulinarischen Genüsse dieses Landes hohes Ansehen, was insbesondere auf die Vielfältigkeit zurückzuführen ist. Während das Ziegen- und Schaffleisch zumeist aus eigenem Lande stammt, wird Rind- und Schweinefleisch aus anderen Ländern importiert. Verglichen mit dem umfangreichen Angebot an Fleischgerichten mag das Fischangebot auf den ersten Blick ein wenig mager erscheinen. Dies relativiert sich jedoch, sobald man sich in den Küstenregionen aufhält, wo Fischgerichte noch immer eine große Bedeutung haben. Somit entspricht man weiterhin dem Sinnbild der mediterranen Küche, in der die Meerestiere und Meeresfrüchte einen immensen Stellenwert einnehmen.

Bevor man sich jedoch an den Genüssen der Hauptgänge erfreut, sind zunächst die Vorspeisen zu berücksichtigen. Diese genießen einen solch derart guten Ruf, dass manche Leute sogar auf den Hauptgang verzichten und stattdessen lieber zwei Vorspeisen zu sich nehmen. Aufgrund der Vielfältigkeit mag es einem jedoch schwer erscheinen, sich bei all diesen Köstlichkeiten zu entscheiden. Zu den beliebtesten Vorspeisen zählt zum Beispiel Saganaki (gebackener Schafskäse), Melitzanes Tiganites (Auberginescheiben in Mehl gewendet und in Olivenöl gebraten), Skordalia (ein Knoblauchsalat) und das typische Tsatsiki. Die Griechen sind sich dieser Vielfältigkeit bewusst und bieten deshalb auch gerne eine sogenannte Pikilies an, wobei es sich um eine Vorspeisenplatte mit verschiedenen Leckereien handelt. Unabhängig von der Vorspeise wird stets ein griechisches Weißbrot dazu serviert. Eine Alternative zu den typischen Vorspeisen stellen die Suppen dar, dessen Auswahl grundsätzlich von der Jahreszeit abhängt. Während es im Winter fast ausschließlich heiße Suppen gibt, sind im Sommer wiederum kalte Suppen zu genießen. Auch hier herrscht eine Vielfältigkeit, die für jeden Geschmackstyp das Richtige parat hält und von einer einfachen Linsensuppe (Soupa fakes) und Bohnensuppe (Fasoulada) bis hin zu verschiedenen Fischsuppen reicht (z.B. Kakavia).

Ebenso umfangreich fällt die Auswahl hinsichtlich der Hauptspeisen aus. Allseits bekannt ist natürlich Souvlaki, wobei es sich um Fleischspieße handelt, und das geschnetzelte Schweinefleisch namens Gyros. Ebenso beliebt ist aber auch Mousakas (Auflaufgericht mit Hackfleisch), Giouvetsi (Nudeleintopf) und Stifado (fleischiger Schmortopf). Ganz wie man es auch von griechischen Lokalitäten kennt, stellen Pommes Frites, Reis und verschiedene Gemüsesorten die Beilage dar. Alternativ werden aber auch die sogenannten Kritharaki zubereitet, wobei es sich um kleine Nudeln in Getreidekörner handelt.

Zum Nachtisch wird dann zumeist Obst oder Eiscreme angeboten, was den gesamten Genuss abrundet. Hinsichtlich der Früchte ist wieder einmal der Zusammenhang zur türkischen Küche zu entdecken, da die meisten Früchte in einem süßen Honigsirup getränkt sind. Ebenso vielfältig wie sich das griechische Essen präsentiert, sieht es auch hinsichtlich der Getränke aus. Als Aperitif dient ganz traditionell der Ouzo. Zusammen mit der Hauptspeise wird dann eine Karaffe Wasser auf den Tisch gestellt. Hiermit kann man sich zwar zufrieden geben, zu empfehlen wäre dies jedoch nicht. Denn bei der Vielfalt an vorzüglichen Getränken fällt es schon ein wenig schwer, sich an dem einfachen Wasser zu erfreuen. Sieht man einmal von den typischen griechischen Weinsorten ab, womit sowohl Weißwein als auch Rotwein gemeint ist, gefallen insbesondere auch die Biersorten. In den vergangenen Jahren ging der Trend diesbezüglich immer mehr zum Fassbier, woraus mittlerweile auch schon typische Landessorten resultiert sind (z.B. Mythos Breweries).

Zum Ende des Abends hin genießt man dann gerne auch noch ein Heißgetränk, wobei insbesondere der griechische Kaffee und der endemische Bergtee gefällt.

Aufgrund der Vielfältigkeit bezüglich des Essens und der Getränke ist jedenfalls zweifelsohne zu behaupten, dass die griechische Küche eine wahre Schatzgrube für jeden Feinschmecker darstellt.






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